Optische Strömungsmesstechnik - Teil 10
24 June 2026, Markus Leitner
Zusammenfassung der Methodik der PIV
- Belichtung erfolgt über einen Doppelpuls
- Zeitsynchrone Bildaufnahmen der Strömung
- Auswertung einzelner Interrogation Areas (IA)
- Bestimmung der Verschibungen $\Delta x$ der Partikelmuster in den IAs über eine Korrelation
- Die Verschiebungen in den IAs liefern die lokalen Geschwindigkeitsvektoren in der Ebene
Endoskopische Anwendung der PIV am Turbinenprüfstand
- möglichst geringe modifikationen am versuchsträger und prüfstand - vorhandene durchtrittsöffnungen für kamera und laserendoskop nutzen
- montage und demontage der piv ohne demontage des versuchsträgers - ein und ausbaumöglichkeiten der endoskope ohne demontage des versuchsträgers ist erforderlich
- dichtigkeit der anlage ist zu gewährleisten
Herausforderungen beim Einsatz der PIV am Turbinenprüfstand
- schwierige optische zugänglichkeit
- schatten durch rotorbewegung
- vibrationen
- strömung muss lokal geseeded werden (nachteil: störung des seeding rohrs)
Die Triggerung erfolgt durch einen Zahnkranz an der Welle mit 92 Zähnen, welche den 92 Rotorschaufeln entsprechen.
Vorteile der PIV
- instationäre geschwindigkeitsfelder sind sehr schnell erfassbar
- berührungs- und rückwirkungsfreies verfahren
- brechungseffekte und verzerrungseffekte können durch kalibrierung leicht berücksichtigt werden
- alle drei geschwindigkeitskomponenten sind über ein system mit zwei Kameras erfassbar
- transparenz des fluids und der behälterwände sind meist notwendig
- streuteilchen im fluid erforderlich
- eine sehr hohe zeitliche auflösung ist nur mit spezialsystemen möglich