Optische Strömungsmesstechnik - Teil 5

13 May 2026, Markus Leitner

Das Physikalische Prinzip der Laser-Doppler-Velocimetry LDV

Auch: Laser-Doppler Anemometrie

Diagramm Folie 4

Physikalische Grundlagen des Lasers

Prinzipieller Aufbau eines Lasers

Aufbau einer Gasentladungsröhre: 1: Gain Medium, 2: Laser pumping energy, 3: High reflector, 4: Output Coupler, 5: Laser beam

(Von Tatoute - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0)

Laserlicht wird über Spiegel und Planspiegel in das Laseraktive Material zurückgeschickt, Abstand zwischen Spiegeln muss ein vielfaches der Halben Wellenlänge des Laserlichts sein, um eine stehende Welle zu erhalten (Kohärenz)

Doppler-Effekt

Die empfangene Frequenz ist abhängig von der Relativvewegung zwischen Sender und Empfänger
Die Frequenzverschiebung $\Delta f$ ist eine Funktion der Bewegungsgeschwindigkeit

Bei der LDV sind Streuteilchen im Fluid zugleich Sender und Empfänger von licht

  1. Das Streuteilchen wirkt als bewegter Empfänger in Bezug auf die vom Laser abgestrahlte Welle
  2. Das Streuteilchen wirkt als bewegter Sender des Streulichts, welches vom stationären Empfänger detektiert wird

Versuchsaufbau

Erster Dopplereffekt: Bewegter Empfänger (Partikel) sieht eine andere Frequenz als der ruhende Sender:

$$ f_P = f_0 \left( 1-\frac{\overrightarrow{v} \cdot \overrightarrow{e}_S}{c} \right) $$

Zweiter Dopplereffekt: Ruhender Empfänger sieht eine andere Frequenz als der bewegte Sender (Partikel)

$$ f_E = \frac{f_P}{\left( 1-\frac{\overrightarrow{v} \cdot \overrightarrow{e}_S}{c} \right)} $$

Mitschrieb LDV

$$ v_{\perp} = f_D \frac{\lambda_0}{2 sin\frac{\theta}{2}} $$