Leichtbau 1 - Vorlesung
08 January 2026, Maged Sorour
Biegeelemente
Belastung eines Rechteckträgers mit einem Biegemoment $M$ führt zu Spannungsverteilung, die in der Neutralfaser ihren Nulldurchgang hat, größere Spannung auf der Innenseite.

Plastische Biegung
Spannung wird im plastischen Bereich des Werkstoffs geringer, weil dort auch das E-Modul geringer wird.
E-Modul ist (im elastischen Bereich) definiert als
$$ E = \frac{\sigma}{\varepsilon} $$
Srkantenmodul ist (im plastischen Bereich) definiert als
$$ E_s = \frac{\sigma}{\varepsilon} $$
Tangentenmodul ist definiert als
$$ E_t = \frac{d\sigma}{d\varepsilon} $$

Wo darf plastische Biegung eingesetzt werden?
- Bei Biegeelementen die nicht ermüdungskritisch sind
- Bei Lastfällen, die auf die Ermüdung keinen Einfluss haben
- Örtliche Instabilität oder Kippen darf nicht kritisch sein
- Werkstoff muss Fließvermögen besitzen, meistens gegeben, aber nicht bei CFK
- Verformungen müssen unterkritisch sein
Vereinfachtes Verfahren nach Cozzone
- Dehungsverlauf ist auch bei Plastifizierung linear (Querschnitte bleiben eben)
- Spannungen entsprechen der Spannungs-Dehnungs-Beziehunh und sind für Zug und Druck gleich
- Maximal zulässige Dehnung ist bestimmend $\varepsilon = A$
- Werkstoff muss plastifizierbar sein (CFK!)