Flugzeugentwurf 2 - Einführung
20 April 2026, Andreas Strohmayer
Hochauftriebshilfen
Normalklappe sehr hoher Druckunterschied, kann bei hohen Anstellwinkeln zur Ablösung führen, was die Klappen weniger effektiv macht. Spaltklappen verhindern diese Ablösung, indem ein Teil der Energie des Luftstroms von der Unterseite auf die Oberseite geleitet wird. Spaltklappen sind also auch bei hohen Anströmwinkeln noch effektiv
Triple Slotted Flap: Sehr komplex, erhöhtes Fluggewicht, erhöhte Wartungskosten, jedoch sehr effizient bei hohen Anstellwinkeln, erhöht im Gegensatz zur Spaltklappe auch die Flügeltiefe
Vorderkantenklappen
Leading Edge Slot und Leading Edge Flap: Verändern die Flügeltiefe nicht, bewirken dass die Anströmung bei hohen Anstellwinkeln besser am Flügel anliegt
Slotted Leading Edge Flap (SLAT) oder Kruger Flap: Erhöhen die Flügeltiefe, Kruger Flap potenziell als Laminarklappe
$c_a / \alpha$ Diagramme zu den verschiedenen Klappen auf Folie 18 Sollte in der Klausur gezeichnet werden können
Beispiel Normalklappe, Spoiler ab Folie 19
Flügel endlicher Spannweite
Der Maximale Auftriebsbeiwert $c_{A_{max, W}}$ des Flügels wird in drei Schtitten bestimmt
- Bestimmung der Verteilung der lokalen $c_{a_{max}}$ in Spannweitenrichtung
- Bestimmung der Auftriebsverteilung für zunehmende Anstellwinkel
- Ermittlung von $c_{A_{max, W}}$ in Abhängigkeit der Flügelgeometrie
Wichtige Folie hierzu (Auch für Klausur): Folie 29
Auftriebsverteilung nach Schrenk
Für ungepfeilte, unverwundene Flügel lässt sich die Auftriebsverteilung in Spannweitenrichtung näherungsweise sehr einfach als Mittelwert der lokalen Flügeltiefe und der Tiefe einer dem Tragflächeninhalt gleichen Halbellipse bestimmen (Gesamtauftriebsverteilung für $c_A = 1$)